Retourenportal
Einschränkungen

Einschränkungen: Wer darf was zurückschicken?

Beim Retourenportal unter den Einstellungen → Einschränkungen legst du fest, welche Artikel, Bestellungen und Kunden überhaupt eine Retoure anmelden dürfen und wie lange.

Ganz unten auf der Seite sitzt der Speichern-Button. Der Bereich speichert nicht automatisch.

Identitätsprüfung

Hier bestimmst du, mit welchen zwei Angaben ein Kunde seine Bestellung im Portal findet. Die Einstellung gilt für das Retouren- und das Widerrufsportal.

VarianteWann sinnvoll
E-Mail + BestellnummerStandard. Passt für die meisten Shops.
E-Mail + PostleitzahlWenn deine Kunden die Bestellnummer erfahrungsgemäß nicht zur Hand haben. Gibt es mehrere Bestellungen, wählt der Kunde die passende aus.
Bestellnummer + PostleitzahlOhne E-Mail-Adresse.

Dieselbe Einstellung findest du auch im Bereich Retourenportal. Es ist dasselbe Feld, du kannst sie also von beiden Stellen aus setzen.

Allgemeine Einschränkungen

Sechs Schalter, die für alle Retouren gelten.

Artikel nur einmal retournierbar

Ein bereits angemeldeter Artikel kann kein zweites Mal angemeldet werden. Bei vier bestellten Produkten meldest du zwei zurück. Die anderen beiden kannst du später noch nachmelden, die ersten beiden nicht mehr. Empfehlung: einschalten.

Bestellung nur einmal retournierbar

Die strengere Variante: Ist eine Bestellung einmal angemeldet, ist sie durch. Nachmelden geht nicht mehr. Überleg dir, ob das zu deinem Service passt.

Umtauschartikel dürfen zurückgegeben werden

Artikel, die dein Kunde durch einen früheren Umtausch erhalten hat, können erneut angemeldet werden. Die Frist läuft dann ab Zustellung des Umtauschartikels. Setzt die native Shopify Returns API voraus.

Bestellnummer erforderlich

Macht die Bestellnummer zum Pflichtfeld bei der Anmeldung.

Gratis-Artikel sperren (0 €)

Schließt alles mit einem Preis von 0 € von der Retoure aus: Geschenke, Zugaben, Beilagen.

Nur ausgeführte Artikel retournierbar

Artikel, die Shopify noch nicht versendet hat, werden im Portal ausgegraut. Teillieferungen werden auf die versendete Menge begrenzt.

Wenn du die native Shopify Returns API nutzt, schalte diese Regel unbedingt ein. Shopify kann ausschließlich ausgeführte Artikel zurücknehmen. Ist die Regel aus, wird bei einer Retoure mit nicht versendeten Artikeln gar kein Shopify-Return angelegt. Artikelgenaue Erstattung, Umtausch und der Status „In Rückgabe" funktionieren für diese Retoure dann nicht. Resolvia weist dich an dieser Stelle auch selbst darauf hin.

Anzeige-Einstellungen

Hier legst du fest, bei welcher Variantenoption dein Portal Bilder statt Textnamen anzeigt.

Trag im Feld Bild-Swatches für Optionen den Namen der Option ein, an der in Shopify die Produktbilder hängen. In den meisten Shops ist das Farbe oder Color. Mehrere Schreibweisen kannst du kommagetrennt hinterlegen.

Wichtig: Der Name muss exakt so geschrieben sein wie in Shopify. Heißt deine Option „Color", funktioniert „Farbe" nicht.

Gesperrte Artikel

Artikel, die grundsätzlich nicht zurückgehen dürfen. Zwei Wege:

  • Produkt-Tags: alle Artikel mit diesem Shopify-Tag sind gesperrt
  • SKUs: einzelne Artikel über ihre SKU sperren

Typische Fälle: Hygieneartikel, personalisierte Produkte, Sale-Ware, Gutscheine.

Block List

FeldWirkung
Bestellnummer blockierenDiese Bestellung kann nicht angemeldet werden
Blockierte Kunden (E-Mail)Dieser Kunde kann keine Retoure anmelden
Blockierte Kunden (Kunden-Tag)Alle Kunden mit diesem Tag sind gesperrt
Blockierte Bestellung (Order-Tag)Alle Bestellungen mit diesem Tag sind gesperrt

Dein Werkzeug gegen die wenigen Fälle, in denen das System systematisch ausgenutzt wird.

Rückgabefristen

Der wichtigste Block. Er besteht aus drei Teilen: Standardfrist, Regeln und Vorschau.

Standardfrist

Schalte Standardfrist aktivieren ein und trag die Frist in Tagen ein, zum Beispiel 30.

Darunter steht der Haken Ab Zustelldatum berechnen:

  • Haken gesetzt: Die Frist läuft ab dem Tag, an dem das Paket beim Kunden ankommt. Fachlich in den meisten Fällen die richtige Wahl. Voraussetzung ist, dass Shopify das Zustelldatum kennt. Das kommt über die Carrier-Integration deines Versanddienstleisters. Fehlt es, wird für diese Bestellung automatisch ab Bestelldatum gerechnet.
  • Haken nicht gesetzt: Es zählt immer das Bestelldatum.

Lässt du die Standardfrist aus, gilt für alle Artikel nur, was in den Regeln darunter steht.

Garantie Regeln

Regeln überschreiben die Standardfrist für bestimmte Artikel oder Zeiträume. Über Regel hinzufügen legst du eine neue an.

Name: frei wählbar, z. B. „Adventskalender" oder „Garantie Technik".

Regel aktiv: ausgeschaltete Regeln bleiben gespeichert, greifen aber nicht. Praktisch für Saisonaktionen, die du nächstes Jahr wieder brauchst.

Regeltyp:

  • Rückgabefrist: ersetzt die Standardfrist für die Artikel dieser Regel
  • Garantie Verlängerung: der Artikel bleibt auch nach Ablauf der Frist retournierbar, auf Wunsch mit eingeschränkter Auswahl. So bietest du innerhalb der Garantiezeit z. B. nur noch Umtausch statt voller Erstattung an.

Gilt für alle Artikel, bestimmte Produkte, Collections, Produkt-Tags oder SKUs.

Frist: entweder Tage ab Stichtag oder bis zu einem festen Datum. Beim Stichtag kannst du abweichend von der Standardfrist Bestelldatum oder Zustelldatum wählen; „Wie in der Standardfrist" übernimmt deine Einstellung von oben. 0 Tage bedeutet: nur am Stichtag selbst.

Zeitraum begrenzt die Regel auf Bestellungen aus einem bestimmten Zeitfenster, gemessen am Bestelldatum.

Vorschau

Bevor du live gehst: Trag im Bereich Vorschau ein Bestelldatum, optional ein Zustelldatum und einen Produkt-Tag oder eine SKU ein oder gib direkt eine echte Bestellnummer an und klick auf berechnen.

Du siehst dann, welche Frist für genau diesen Fall tatsächlich gilt und welche Regel gegriffen hat. Der schnellste Weg, eine falsch sortierte Regel zu finden.

Allow List

Das Gegenstück zur Block List: Was hier drinsteht, umgeht sämtliche Einschränkungen, auch abgelaufene Fristen.

  • Zugelassene Bestellnummern
  • Zugelassene Kunden (E-Mail)
  • Zugelassene Bestellungen (Order-Tag)

Der typische Fall: Ein Kunde war drei Wochen im Urlaub und ist knapp aus der Frist. Ihr entscheidet euch für Kulanz: Bestellnummer hier eintragen, und er geht ganz normal durchs Portal. Kein Sonderweg per E-Mail, und die Retoure landet sauber in deinen Daten.

Kurzübersicht

Du willst …Nutze
Festlegen, wie Kunden sich ausweisenIdentitätsprüfung
Mehrfachanmeldungen verhindernAllgemeine Einschränkungen
Nicht versendete Artikel ausschließen„Nur ausgeführte Artikel retournierbar"
Bilder statt Textnamen im PortalAnzeige-Einstellungen
Ein Produkt nie zurücknehmenGesperrte Artikel (Tag oder SKU)
Einen bestimmten Kunden ausschließenBlock List
Andere Frist für einzelne ProdukteRegel vom Typ „Rückgabefrist"
Nach Fristablauf nur noch UmtauschRegel vom Typ „Garantie danach"
Verlängerte Frist für WeihnachtsbestellungenRegel mit Zeitraum
Einmalige KulanzAllow List